Mimik ᐅ Emotionen deuten - Selbsttest im Vorstellungsgespräch


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Das Vorstellungsgespräch ist eine Stresssituation, in der du froh bist, keine unpassenden Antworten gegeben zu haben. Leider kann dich dein Gesicht trotzdem verraten. Wir erklären dir, was deine Mimik im Gespräch über dich sagt und warum die Körpersprache so wichtig ist.

Du hast dich auf eine Stelle beworben und wurdest auch direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Du hast die passenden Qualifikationen für den Job und ein gutes Gefühl. Eigentlich kann nichts schiefgehen. Im Gespräch dann der Schock: Fragen, auf die du nicht vorbereitet warst! Du fängst sie mit vagen Antworten ab, wirst aber immer unsicherer und am Ende hast du leider nicht überzeugt. Lag es nur am Gesagten?

Dein Gesicht kann dich verraten

Mimik und Gestik sind wichtige Faktoren im Vorstellungsgespräch. Unter Mimik verstehen wir die Bewegungen des Muskel-Zusammenspiels in deinem Gesicht. Die Mimik ist nie zufällig, sondern wird entweder bewusst oder unbewusst von deinem Körper gesteuert. Dabei kann deine Mimik im Vorstellungsgespräch mehr über dich verraten, als dir lieb ist. Es zeigt dem Profi an, wann du ehrlich antwortest, wie du dich bei dem Gespräch fühlst und ob du bei der Sache bist. Die Grundemotionen wie 

können wir Menschen im Allgemeinen meist sehr gut deuten. Erfahrene Personaler erkennen darüber hinaus noch zahlreiche weitere Stimmungen.

Mimik und Gestik deuten als evolutionärer Vorteil

Dass wir uns als Menschen innerhalb der Gesellschaft an der Mimik anderer orientieren und ihre Körpersprache lesen können, ist kein Exklusivmerkmal unserer Spezies. Viele Säugetiere achten auf das Gesicht ihres Gegenübers, um zu erkennen, was es denkt und fühlt. Entblößen wir unsere Zähne, nennen wir das Lachen und es ist ein Ausdruck von Freude. Bei Schimpansen bedeutet die gleiche Geste Angriffsbereitschaft. Hunde erkennen unser Lachen als Geste der guten Laune, Katzen dagegen bekommen Angst, wenn sie unsere Zähne sehen. Unbestritten jedoch gibt uns das Erkennen und bewusste Einsetzen von Körpersprache einen evolutionären Vorteil. Nur so konnten wir eine funktionierende Gesellschaft aufbauen, in der wir mit anderen friedlich zusammenleben.

Funktion von Mimik im Vorstellungsgespräch

In einem Vorstellungsgespräch befindest du dich in einer Testsituation. Der neue Arbeitgeber oder dessen Personaler interviewt dich aus dreierlei Grund. Zum einen möchte er wirklich mehr über dich und deinen Werdegang erfahren. Zum anderen sieht er, wie du dich Kunden und Interessenten gegenüber präsentierst und wie du auf Kollegen zugehen wirst. Nicht zuletzt versetzt er dich in eine überraschende Situation. Du lernst einen neuen Menschen kennen, weißt nicht, was er fragen wird und musst dennoch vorbereitet sein. Dazu gehört eben auch, dass du deine Körpersprache und besonders deine Mimik unter Kontrolle behältst. Denn auch der Kunde darf später nicht sehen, was du über ihn oder das Angebot, das du ihm machst, denkst.

Nonverbale Kommunikation kontrollieren lernen

Mimik und Gestik sind Teil deiner Persönlichkeit. Je besser du dein Auftreten gegenüber anderen Menschen kontrollierst, desto erfolgreicher kannst du verhandeln. Darum solltest du dir selbst beibringen, Mimik bewusst einzusetzen. Für einige Jobs ist das unverzichtbar. Das wohl prominenteste Beispiel sind Schauspieler und Entertainer. Sehen wir ihnen in einem Film an, dass sie gar nicht wirklich traurig sind in einer dramatischen Szene, bewerten wir dies gemeinhin als schlechtes Schauspiel. Wirkt der Comedian auf der Bühne eher niedergeschlagen statt gut gelaunt, greifen auch seine Pointen nicht.

Eines haben alle gemeinsam, die vor Menschen auftreten - Sie müssen es erlernen. Dazu stellst du dich am besten einmal vor einen Spiegel und führst ein lockeres Gespräch. Beobachte dabei dein Gesicht und überlege, wie du die Mimik deuten würdest. Achte auch darauf, wie sich deine Stimme bei verschiedenen Gesichtsausdrücken ändert. Gleiche nun beides dem Inhalt des Gesagten an.

Übung macht den Meister

Wie in allen Gebieten deines Lebens gilt auch hier: Je öfter du bewusst Mimik einsetzt, desto besser wirst du darin. Du kannst das Vorstellungsgespräch dazu auch mit Freunden durchspielen. Versuch, deinen Freunden als Personaler eine blanke Lüge zu erzählen. Sie sollen dir durch Deutung der Mimik dann hinterher sagen, welcher Teil des Vorstellungsgespräches gelogen war. Kehrt die Rollen um. Nun musst du Mimik und Gestik des anderen lesen, um die Lüge zu finden. Natürlich sollst du im Vorstellungsgespräch später nicht wirklich lügen. Doch auch eine Notlüge wie jene, dass du schon immer von dem Unternehmen und seinen Produkten begeistert warst, fliegt mit falscher Mimik sofort auf.

Markante Punkte in deinem Gesicht

Um Mimik zu deuten, schauen wir besonders auf die Stirn, Augen und den Mund. Es macht im Gespräch einen deutlichen Unterschied, ob jemand kritisch die Stirn in Falten legt, mit den Augen rollt, oder aufgesetzt lächelt, statt offen sein Unwohlsein oder Skepsis zu äußern. Weit geöffnete Augen können Aufregung, Aufmerksamkeit oder Angst ausdrücken. Wer nonverbale Kommunikation deuten kann, sieht den Unterschied. Besonders wichtig ist die Deutung des Gesichtsausdruckes jedoch, um zu sehen, ob der andere bei der Sache ist. Schweift der Blick durch den Raum oder lässt die Spannung rund um die Mundpartie nach, ist das Desinteresse nicht weit. Vielleicht kann sich dein Gegenüber aber auch nur schwer konzentrieren und hört dir dennoch zu.

Die passende Mimik im Vorstellungsgespräch

Als perfekte Mimik im Vorstellungsgespräch gilt ein entspannter, aufmerksamer Blick. Während versteinerte Gesichtszüge Arroganz verraten, kann eine zu lockere Mimik Aufregung überspielen. Entspannt, natürlich und mit Blick auf den Interviewer meisterst du das Gespräch. Lachen ist in den richtigen Situationen erlaubt. Ein dauerhaftes Grinsen jedoch wird meist als überheblich und zu selbstsicher gedeutet. In jedem Fall hilft es, absolut wach und mit einem positiven Mindset zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen.

Spannende Fakten rund um Mimik

Nicht jeder Mensch kann selbstverständlich in einem Gesicht lesen. Abgesehen von Menschen, die durch eine Seheinschränkung keine Gesichter erkennen können, können auch Kleinkinder häufig bis zum Kindergarten mit Gesichtsausdrücken keine Emotionen verbinden. Sie lernen dies im Umgang mit anderen Kindern. Wer auch als Erwachsener in Gesichtern nichts erkennt, ist oft dem autistischen Spektrum zuzuordnen. Je nachdem wie ausgeprägt der Autismus ist, können viele Menschen auch keine Ironie in der Sprache oder Lügen als solche identifizieren. Im Zweifel hilft es, die Intention hinter dem Gesichtsausdruck noch einmal in Worten zu erklären.

Zusammenspiel von Mimik und Gestik

Neben deiner Mimik ist für die nonverbale Kommunikation im Vorstellungsgespräch auch die Gestik von Bedeutung Wir verraten dir in folgendem Ratgeber, was deine Körperhaltung über dich verrät.



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